| Kauznenburg/Brückenhäuser |
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König Philipp von Schwaben verbot im
Jahre 1205 den Grafen von Sponheim, in "Crutzenach" eine Burg, ein so
bezeichnetes "castrum" zu bauen. Doch diese damals regional
bedeutenden und adeligen Sponheimer Regenten ließen sich von diesem
Verdikt nicht beeindrucken und bauten ihre Burganlage gegen das Verbot munter
weiter. Die Kauzenburg wurde, gleichrangig mit den Brückenhäusern, zu
einem Wahrzeichen der Stadt. Schon seit dem 13. Jahrhundert entwickelte sich
die überragende Bedeutung dieser Burganlage für Kreuznach
kontinuierlich fort.
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Die Besitzrechte der Grafen von Sponheim
an der Kauzenburg waren schon anfangs ein Politikum. Die mächtigen
Pfalzgrafen der Kurpfalzund auch die Wittelsbacher erhielten damals
vertragliche Anteile zugesichert.
Nach dem folgenschweren Aussterben des Sponheimer Grafengeschlechts in der
letzten Erblinie 1437, erlebte die Kauzenburg eine wechselvolle Geschichte.
Gleich mehrmals im 30jährigen Krieg wurde die Burg eingenommen: Zuerst
durch die Spanier, dann von den Schweden und schließlich von den
Franzosen. In der weiteren Entwicklung dieser - europäischen -
Umbruchsphase wurde sie 1689 fast vollständig niedergebrannt.
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Heute befindet sich dort ein exklusiver und wunderschöner, gastronomischer Erlebnisort. Grandios in die alten Fundamente der Burganlage eingepaßt, ist die innovative Gestaltung des Restaurants heute noch wegweisend. Als der Bau Anfang der 70er Jahre Furore machte, war "Design" für viele noch ein Fremdwort. Aber die Zeitläufte haben gerade in diesem Fall gezeigt, daß wirklich innovative Projekte fast nie "veraltet" wirken können. Sie sind in einem guten Sinne eigenwillig und geraten aufgrund ihrer Eigenständigkeit nicht in Gefahr, als Modetrend geringschätzend eingestuft zu werden. Kombiniert mit dem unweit (200 m) gelegenen, wunderschönen "Landhotel Kauzenberg" ist hier für Dauer- oder Kurzgäste nicht nur die traumhafte Kulisse, sondern auch jeder erdenkliche Service für Körper, Geist und Seele verfügbar, der gewünscht werden kann. Zu den hiesigen Museen wie Römerhalle oder Schloßparkmuseum zum Beispiel sind es bloß fünf Minuten Weg, den Waldessaum des Berges hinunter. Das ist Kultur erleben pur.
Die Geschichte der verschiedenen Stadtteile nahm hier ihren Anfang: Zu den Füßen des Kauzen-Berges bzw. des Schloß-Berges entstand seit etwa dem Jahre 1300 aus der "Bauhütte", die in vielen mittelalterlichen Städten eine Keimzelle der Stadtentwicklung war, allmählich ein ganzer Stadtteil: die "Neustadt". - Der Begriff "Bauhütte" ist dabei eine Bezeichnung für diese eigentlich zeitlich begrenzte Handwerker- und Arbeitersiedlung, die zur Errichtung einer Burg, einer Basilika, eines Domes usw. notwendig war. Für die Bauhüttenbewohner galten sogar eigene Gesetze, sie waren zum Beispiel nicht zu den gleichen Pflichten und Abgaben aufgerufen wie die übrigen Bürger der Stadt.
Auskunft: Bad Kreuznach Tourismus -u. Marketing GmbH, Tel.: (0671)8 36 00-50/51
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